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Mürbeteig (Grundrezept und wichtige Tipps)

Mürbeteig (Grundrezept und wichtige Tipps)

Ich verrate euch heute das Mürbeteig-Rezept meiner Oma. Ich habe das Rezept in ihrem ersten handgeschriebenen Rezeptbuch von 1961 gefunden und natürlich direkt ausprobiert.
Seitdem kommt mir definitiv kein anderer Mürbeteig mehr in meinen Backofen.

Allerdings hatte ich anfänglich schon meine Schwierigkeiten mit dem Backen des Mürbeteiges.
Dieser doofe Boden wollte sich einfach nicht aus seiner Form lösen. Jetzt nutze ich immer eine Springform, seitdem klappt alles einwandfrei und nun kann ich auch sagen, dass ich Mürbeteig nicht nur gern esse sondern auch richtig gern backe.


Was muss man wissen:

  • Angeblich soll man Mürbeteig mit kalter Butter herstellen und relativ zügig mit der (ebenso kühler) Hand kneten, weil der Teig wohl eine tolle Konsistenz bekommt. Ganz ehrlich, ich nehme zwar kalte Butter, aber meine Küchenmaschine knetet den Teig einfacher besser durch und ich habe am Ende auch einen super Mürbeteig.
  •  Die Form muss vorher richtig dick eingefettet werden und kann optional mit Paniermehl oder Speisestärke bestreut werden, bevor der Teig in die Form gedrückt wird.
  • Der Boden muss unbedingt erst aus der Form genommen und anschließend belegt werden. Wenn man es vergisst (so wie ich) wird das nix.
  • Blind Backen“ alternativ (und von mir favorisiert) normales vorbacken des Mürbeteig ist Pflicht. Damit wird der Boden richtig knackig.
  • Manche Ostbeläge (insbesondere Rhababer) ziehen richtig Wasser und der Boden wird schnell knatschig. Es gibt verschiedene Tricks, aber ich muss sagen, dass ich mittlerweile Fan davon gemahlene Nüssen, Mandeln, etc auf den Boden zu streuen. Es hilft die Flüssigkeit des Obstes aufzunehmen und es gibt dem Kuchen zusätzlich noch einen richtig guten Geschmack.

Was wird benötigt:

  • Kuchenform, die im besten Fall einen herausnehmbaren Boden besitzt (z.B. eine normale Springform)
  •  Ein wenig Vorlaufzeit (Mürbeteig muss 30 Minuten ruhen)
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Mürbeteig (Grundrezept)
Der Mürbeteig als Grundlage für Torten und Tartes super geeignet und schmeckt einfach lecker.
Menüart Alte Klassiker
Vorbereitung 20 Minuten
Wartezeit 30 Minuten
Portionen
26er Form
Zutaten
Backzeit/-temperatur
  • 12-15 Minuten 200°C Ober-/Unterhitze
Menüart Alte Klassiker
Vorbereitung 20 Minuten
Wartezeit 30 Minuten
Portionen
26er Form
Zutaten
Backzeit/-temperatur
  • 12-15 Minuten 200°C Ober-/Unterhitze
Anleitungen
  1. Die Butter aus dem Kühlschrank holen und in kleine Stücke schneiden. Das Mehl kann (muss aber nicht gezwungenermaßen) gesiebt werden.
  2. Alle Zutaten für den Teig gut und zügig verkneten Man liest oft, dass man Mürbeteig traditionell mit kühlen Händen verkneten soll. Aber die Küchenmaschine mit Knethaken machen ihren Job auch sehr gut. Wichtig ist nur, dass man alles sehr gut durchgeknetet ist und ein glatter Teig entsteht.
  3. Formt den Teig zu einer Kugel, rollt diesen in eine Frischhaltefolie ein und lasst ihn mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen.
  4. Nach der Kühlzeit könnt ihr den Teiggleichmäßig ausrollen. Hierfür die Unterlage und auch die ausgerollte Oberseite mit ein wenig (aber auf keinem Fall zu viel) Mehl bestäuben. Hebt den Teig nach jedem Ausrollen kurz mit der Hand an, damit er am Ende nicht an der Unterlage festklebt.
  5. Hier ein kleiner Tipp: Wird der zu weich (z.B. weil das Ausrollen zu lang dauert) fügt auf keinen Fall weitere Zutaten wie z.B. Mehl dazu, sonst leidet die Mürbeteig-Qualität zu sehr. Legt ihn stattdessen einfach nochmals zum Kühlen in den Kühlschrank.
  6. Hat der ausgerollte Teig die richtige Größe heißt es, ab in damit in Form! Sollte der Teiglappen beim Anheben leicht brechen, hier ein kleiner Tipp: Klappt ihn in der Mitte einmal zusammen und hebt ihn auf bzw. in die Form und klappt ihn dann wieder auseinander.
  7. Als Backform ist eine mit einem herausnehmbaren Boden (z.B. eine Springform) zu empfehlen. Solltet ihr eine andere Form nutzen, fettet diese richtig gut ein, damit sich der Mürbeteig anschließend gut aus der Form löst. Wer zu sparsam fettet, ärgert sich wie ich, als ich mich die ersten Male am Mürbeteig versucht habe.
  8. Nun den Teig leicht andrücken und den Rand schön sauber mit einem Küchenmesser abschneiden.
  9. Mit der Gabel wird der Teig nun gut durchlöchert. Kleiner Tipp: Mit vielen Gabelstichen kann man gut und gern auf das „blind backen“ verzichten und ihn einfach so vorbacken. Für alle, die der Tradition treu bleiben wollen, habe ich das "blind backen" in einem anderen Beitrag erklärt (Link siehe oben).
  10. Jetzt wird der Teig „blind gebacken“ oder alternativ einfach so für 12-15 Minuten bei 200°C im vorgeheizten Backofen auf mittlerer Schiene vorgebacken (mein Favorit). Gefällt euch die Bräunung des Teiges, einfach raus damit.
  11. Nach dem Vorbacken muss der Mürbeteig kurz auskühlen. Erst dann kann er vorsichtig aus der Form geholt oder gestürzt und weiter verarbeitet werden. Wichtig: Lasst ihn aber auf keinen Fall -wie so oft im Netz empfohlen- ganz auskühlen, bevor ihn aus der Form holt. Das Fett wird sonst fest und der Teig klebt an der Form wie mit Kleber fixiert (habe ich leider alles schon erlebt).
  12. Mürbeteig als Boden für Obsttorten ist übrigens genial. Seid kreativ und probiert doch einfach mal euren Favoriten aus.


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