Wenn der frisch gebackene Zimtkringel aus dem Ofen kommt und der Duft von Zimt, Butter und Hefeteig durch die Küche zieht, dann bekommt man direkt Appetit auf Kanelbullar. Ob die klassischen schwedische Kanelbullar oder die etwas anders geformten Zimtkringel, bei diesem Zimtgebäck kann kaum einer widerstehen. Die Kombination aus fluffigem Teig, aromatischem Zimt und einer zarten Kruste ist schwer zu übertreffen.

Schwedische Kanelbullar (Zimtkringel)
Zutaten
- 200 ml Milch
- 400 g Mehl
- 50 g Butter
- 50 g Zucker
- 1/2 frische Hefewürfel
- 1 Prise Salz
- 1 Ei
Zimtfüllung
- 80 g Butter flüssig
- 80 g Zucker
- 2 TL Zimt
- 1 Prise Kardamon gemahlen
Bei Bedarf zum bestreuen
- Hagelzucker
Backzeit/-temperatur:
- 18-20 Minuten 180 °C Ober-/Unterhitze
Anleitungen
- Zuerst die Milch in einem Topf erwärmen. Von der warmen Milch 5 Esslöffel abnehmen und in eine kleine Schale geben, darin die frische Hefe auflösen.
- Butter in Stücken schneiden und zu der Milch im Topf hinzufügen, bis sie sich auflöst. Dann den Topf beiseite stellen.
- Die Zutaten Mehl, Zucker und Salz miteinander vermengen.
- Die erwärmte Milch, sowie die Milch-Hefe-Mischung zu der trockenen Menge hinzugeben und mit einem Knethaken circa 5 Minuten kneten.
- Den Teig für circa 1 Stunde und 15 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen.
- Den Backofen vorheizen auf 180 °C Ober-/Unterhitze. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
- Arbeitsfläche mit Mehl bestäuben und den Hefeteig darauf legen. Den Teig in 12 gleichgroße Stücke teilen und jeweils ausrollen. So dass Rechtecke entstehen, welche circa 10 cm x 20 cm groß sind.
- Die Butter erwärmen bis sie flüssig ist und die Teigstücke damit bestreichen. Dann den Zucker, Zimt und Kardamom vermischen und gleichmäßig darauf verteilen.
- Den Teig hochkant legen, dass die lange Seite nach oben ist. In das innere der Teigstücke mit einem Messer hochkant kleine Streifen schneiden, so dass sie nicht bis außen durchgeschnitten werden. Also es rundherum ganz bleibt. Die Streifen sollten so circa 1cm breit sein.
- Dann den Teig von der langen Seite her aufrollen, leichter geht es wenn man leicht schräg aufrollt. Aufgerollt den Teig dann zu einer Schnecke formen und auf das mit Backpapier belegte Backblech legen.
- Die Schritte mit den weiteren Teigstücken wiederholen.
- Wenn alle fertig gerollten Kringel auf dem Backblech liegen, kann dieses für circa 18-20 Minuten in den Ofen.
- Dann die fertigen Kanelbullar rausnehmen und auf einem Kuchengitter abkühlen lassen, bei Bedarf mit Hagelzucker bestreuen und genießen.
Nährwerte
Die angegebenen Nährwerte wurden automatisiert berechnet.
Kanelbullar vs. Zimtkringel, was ist eigentlich der Unterschied?
Auf den ersten Blick scheinen Zimtkringel und die schwedische Kanelbullar fast identisch. Beide bestehen aus Hefeteig, sind mit Zimt und Zucker gefüllt und schmecken herrlich. Doch der Unterschied liegt, wie so oft, im Detail. Während Kanelbullar, besonders in der klassischen Variante als schwedische kanelbullar, meist in einer gedrehten oder gewickelten Schneckenform gebacken werden, präsentieren sich Zimtkringel oft als offene, kringelförmige Gebilde oder sogar kunstvoll geflochtene Gebäckstücke.

Die Optik lässt also auf unterschiedliche Backtraditionen schließen. Geschmacklich zeigen sich feine Unterschiede. Das traditionelle Kanelbullar Rezept enthält typischerweise nicht nur Zimt, sondern auch eine ordentliche Prise Kardamom im Teig. Ein Gewürz, das in Schweden beinahe untrennbar mit Hefegebäck verbunden ist. Diese würzige Note fehlt bei vielen Zimtkringel Varianten im deutschsprachigen Raum, was sie etwas milder im Aroma macht.
Unsere Geheimtipps
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Schmeckt noch besser
Klassische Schwedische Kanelbullar werden oft noch mit Hagelzucker bestreut.
Die Geschichte der schwedischen Kanelbullar
Die Kanelbullar haben in Schweden einen ähnlichen Status wie das Brot in Deutschland, sie gehören einfach zum Alltag. Doch woher stammt diese Liebe zu Hefeteig, Zimt und Kardamom eigentlich? Die Geschichte der Schwedische Kanelbullar reicht bis ins frühe 20. Jahrhundert zurück, als in Schweden die ersten süßen Hefeteiggebäcke mit Zimtfüllung gebacken wurden. Zuvor war Zimt teuer und wurde eher sparsam verwendet.
Erst nach dem Ersten Weltkrieg, als Gewürze leichter verfügbar und Zucker erschwinglicher wurde, begann der Siegeszug der schwedischen Kanelbullar. In den 1950er-Jahren etablierte sich die sogenannte Fika-Tradition, eine typisch schwedische Kaffeepause, bei der etwas Süßes wie auch die Schwedische Blaubeer Schnecken einfach dazugehört. Und was passt besser zur Tasse Kaffee als ein frisch gebackenes, noch lauwarmes Hefegebäck?
Genau, eine Kanelbulle. Seitdem sind schwedische Kanelbullar untrennbar mit dem schwedischen Lebensgefühl verbunden. Kein Wunder, dass sie sogar einen eigenen Feiertag bekommen haben, den Kanelbullens dag, der jedes Jahr am 4. Oktober gefeiert wird.

So erkennst du ein gutes Kanelbullar Rezept. Die 5 Geheimtipps!
Erster Tipp, ein authentisches Kanelbullar Rezept enthält Kardamom im Hefeteig. Dieses Gewürz gibt den Schwedische Kanelbullar ihren unverwechselbaren Charakter. Fehlt es, schmeckt das Ergebnis eher wie eine deutsche Zimtschnecke, auch lecker, aber eben nicht dasselbe.
Zum zweiten Tipp, bei der Füllung darf nicht gespart werden! Butter muss weich und streichfähig sein, der Zucker fein und der Zimt kräftig. Der dritte Tipp ist wichtig denn, Hefeteig der mindestens einmal richtig gehen darf, besser zweimal, wird lockerer und aromatischer.
Tipp Nummer vier ist die Form, denn echte Kanelbullar werden oft geflochten, verdreht oder kunstvoll gerollt, nicht einfach nur aufgerollt und geschnitten.
Temperatur und Zeit ist Tipp Nummer fünf, eine zu hohe Temperatur macht aus einem fluffigen Zimtkringel schnell ein zähes Stück Teig. Wer die Balance aus Hitze, Zeit und Teigstärke trifft, holt goldbraune Perfektion aus dem Ofen. Mit diesen Tipps gelingen dir mit Sicherheit die unfassbar leckeren Kanelbullar.
Unsere 30 besten Plätzchen
Unsere beliebtesten Plätzchen, die du auf keinen Fall verpassen solltest. Nicht nur für die Weihnachtszeit!

Aus was wird Kardamom gewonnen ?
Kardamom wird aus den Samenkapseln der tropischen Pflanze Elettaria cardamomum gewonnen, die zur Familie der Ingwergewächse gehört.

Auf die Plätzchen, fertig, los …
Mit einer Sorte Plätzchen ist definitiv noch ganz viel Platz auf deinem Plätzchenteller. Daher musst du unbedingt die traditionsreichen Bethmännchen, unsere beliebten Traumstücke, die leckeren Feenküsschen mit Toffifee, die süßen Zimtschnecken Plätzchen, die schwedischen Zimtkekse und die klassischen Heidesand Kekse probieren. Sie sind unsere Lieblinge auf dem Blog und das Beste, was Zimtliebe zu bieten hat.
Die klassischen Zimtsterne, Kokosmakronen oder die besten Nougatstangen aller Zeiten solltest du jedoch auch auf keinen Fall verpassen. Am besten backst du einfach alle ;-). Du wirst sie lieben! So wie Omis Schmandplätzchen oder den besten Baumkuchen der Welt.
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Viel Spaß beim Ausprobieren!
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